Einsatzpraktikum

Dieses Paper betrifft das zweite Praktikum. Eva macht 2011 erstmal ihr Hosptationspraktikum, aber dazu hab ich nix.


Die eingefügte Kopie der Handreichung für das Praktikum hat beim Übertragen einige Fehler aufgenommen, die ich so gut wie möglich ausgemerzt habe. Besser ist es, wenn die geneigte Leserin sich das Original vor Augen führt.

und so geht s:

KatHONRW • •
Aachen Köln  Münster Paderborn
Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Catholic University of Applied Sciences

Handreichung für das Gemeinde- und schulpraktische Studium im FB Theologie an der KatHO-NRW

Grundlage für diese Handreichung ist die Praxisordnung
Diese Handreichung dient der Orientierung über den bisherigen Studienverlauf sowie über Ziele, Struktur und Anforderungen des Gemeinde- und schulpraktischen Studiums in pastoralen und religionspädagogischen Handlungsfeldern. Das GSPS ist integrativer Bestandteil des Bachelor-Studiengangs Religionspädagogik und liegt somit in der Verantwortung der Hochschule; es wird in Kooperation mit dem jeweiligen Bistum der Studierenden durchgeführt.

1. Das Gemeinde- und schulpraktische Studium im Studienverlauf
Das Gemeinde- und schulpraktische Studium (= Modul GSPS) wird von den Studierenden im Anschluss an das dritte Studiensemester absolviert. Es beginnt in der Regel Mitte Februar des Jahres und umfasst sieben Wochen.
Das GSPS soll der Praktikantin die Gelegenheit geben, sich unter Anleitung einer berufserfahrenen Gemeindereferentin sowie einer Religionslehrerin im künftigen Berufsfeld zu erproben und bisher erworbenes Wissen und Können in ausgewählten Praxisfeldern anzuwenden und zu reflektieren. Das Praktikum wird zu gleichen Teilen in Gemeinde und Schule abgeleistet.
Die inhaltliche Vorbereitung des Praktikums und die Bereitstellung der Kriterien für Beobachtung, Hospitation und Reflexion sowie die Formulierung der Anforderungen an das Projekt im Gemeindebereich und den zu erteilenden Religionsunterricht sowie an die Auswertungsberichte erfolgen in den auf das Gemeinde- und schulpraktische Studium bezogenen Modulen VM4, VM5 und VM6

2. Gestaltung des Lernprozesses im GSPS

Die Praktikantin soll
• durch Wahrnehmen der
Gemeinde- bzw. Schulwirklichkeit vor Ort,
o unterschiedlicher Lebenswelten der Menschen in Gemeinde und Schule,
o unterschiedlicher Berufsträgerinnen und -träger in ihren Funktionen, Rollen
und in ihrer Zusammenarbeit,
o unterschiedlicher Konzepte, Unterrichtsstile und Arbeitsweisen,
pastoraler und religionspädagogischer Handlungsfelder in den Bereichen
Diakonie, Verkündigung und Liturgie,
o der eigenen Fähigkeiten, Stärken und Schwächen,
o des persönlichen Glaubens;
exemplarische Kenntnis der pastoralen und religionspädagogischen Handlungsfelder, Konzepte und Arbeitsweisen erhalten.• durch Reflektieren und Verstehen
   o des Zusammenhangs von Bedingungsfeldern und pastoralem sowie religionspädagogischem Handeln,
  o der didaktischen Grundlagen und Strukturelemente von hospitierten und
 selbst durchgeführten Veranstaltungen in Gemeinde und Schule,
 oder
Planungsgrundlagen für den Religionsunterricht,
oder
Berufsrealität im Vergleich zu bisherigen Vorstellungen und Erwartun-
gen,
o des eigenen Lernbedarfs,
o des Unterwegsseins im Glauben;
die Fähigkeit zur Auseinandersetzung mit den fachlichen, rollenspezifischen
und spirituellen Anforderungen des Berufes erweitern.
• durch eigenes Handeln in begrenztem Umfang
   o Hospitation in Gemeinde und schulischem Religionsunterricht
  o Mitarbeit bei ausgewählten Veranstaltungen und Aktivitäten in Gemeinden,
   Schulen und Bildungseinrichtungen (nach Maßgabe der AufgabensteIlungen
   aus den Modulen)
  .
 o Planung, Durchführung und Reflexion von schulischem RU,
 o Planung, Durchführung und Reflexion von einem pastoralen Projekt
 o Anfertigung von Berichten, Protokollen usw.
die Fähigkeit, bisher erworbene Grundkenntnisse zu den Praxiserfahrungen in
Beziehung zu setzen.

3. Anleitung durch die Mentorin:
Gemeinde:
Die Mentorin führt die Praktikantin in die Gegebenheiten der pastoralen Arbeitsfelder ein und erstellt gemeinsam mit der Praktikantin einen Arbeitsplan für die gesamte Praktikumszeit. Sie stellt den Kontakt zu Teammitgliedern, Gremien, Ehrenamtlichen und Gruppen der Seelsorgeeinheit her und stellt mit ihr einen Zeitplan für die jeweilige Arbeitsphase zusammen.
Die Mentorin berät und unterstützt die Praktikantin während des gesamten Praktikums in Fragen der pastoralen Arbeit, der übernommenen Aufgaben, der Auswahl von Materialien und Methoden, des Rollenverständnisses und des Umgangs mit Konflikt- und Problemsituationen in der Gemeinde.
Sie reflektiert wöchentlich mit der Praktikantin deren Arbeit.
Schule:
Die Mentorin stellt den Kontakt mit Schulleitung und Kollegium her, führt die Praktikantin in die Schulwirklichkeit ein und stellt mit ihr einen Arbeitsplan für die gesamte Praktikumszeit zusammen.
Die Mentorin berät die Praktikantin während des gesamten Praktikums in Fragen der Unterrichtsgestaltung, der Auswahl von Materialien, des Rollenverständnisses und des Umgangs mit Konflikt- und Problemsituationen im Unterricht. Sie reflektiert mit der Praktikantin wöchentlich die Arbeit bzw. den Unterricht der Praktikantin.

4. Beurteilung und Kriterien für das Gutachten der Mentorin
Nach Beendigung des Praktikums sendet die Mentorin ein Gutachten an die KatHO. Kriterien für das Gutachten sind jeweils beigefügt. Ein Entwurf des Gutachtens soll gemeinsam mit dem Entwurf des Praktikumsberichtes im Abschlussgespräch mit der Praktikantin
die Gesprächgrundlage sein.
Kriterien für die Stellungnahme
Kriterien für die Stellungnahme
- Gemeinde
- Schule

5. Der Praktikumsbericht
Die Praktikantin erstellt einen Praktikumsbericht.

6. Zeitlicher Umfang des GSPS
Der zeitliche Umfang des Praktikums beträgt sieben Wochen mit je 38,5 Stunden (Vollzeit) Wochen-Arbeitszeit. Die Arbeitszeit teilt sich in je 50 % für Gemeinde und Schule auf (=19,25 Stunden Gemeinde und ebenfalls 19,25 Schule). In dieser Arbeitszeit sind Selbststudium, Vor- und Nachbereitung, und Schreiben der Berichte und Protokolle enthalten.
Für den schulischen Teil ergeben sich folgende Zeiten für die Unterrichtspraxis:
Je Praxiswoche sind 6 Unterrichtsstunden vorgesehen. Insgesamt sind dies über die 7 Wochen 42 U-Stunden Hospitation und eigener Unterricht.
Davon sind mindestens 10 Stunden zu unterrichten inklusive 6 Stunden eigener Unterricht im Fach Religion (Unterrichtsreihe) in einer Klasse und 4 U-Stunden aktive Mitarbeit als Zweitlehrperson (Gestaltung und Durchführung einzelner U-Schritte), diese sind in verschiedenen Klassen zu absolvieren.


Die KatHO-NRW bittet die Mentorin / den Mentor um Zusendung einer schriftlichen Stellungnahme am Ende des Praktikums. Sie dient gemeinsam mit dem Praktikumsbericht der Praktikantin / des Praktianten als Grundlage für die Auswertung und Anerkennung des Praktikums durch die KatHO.

KRITERIEN FÜR DAS MENTORENGUTACHTEN

Fach- und Methodenkompetenz
Wie gelingt der Praktikantin* im Rahmen von Hospitationen und anderen Informationen die Wahrnehmung der Schulwirklichkeit im Lebensraum vor Ort?
Wie konnte die Praktikantin Lernprozesse beobachten, begleiten und reflektieren?
Welche Aktivitäten (Hospitation, Mitarbeit, eigener Unterricht) hat sie unternommen und wie ist sie dabei vorgegangen?
Wie konnte die Praktikantin Unterricht planen, durchführen und reflektieren?
Wie hat sie sich am schulischen Alltag (an Projekten usw.) beteiligt?
Wie hat sie ihre Fähigkeiten in den verschiedenen Lernfeldern eingesetzt und entfaltet?
Wie ist ihre pädagogische Haltung und Handlungsweise zu beschreiben?
Welche fachlich-pädagogischen Entwicklungen konnten Sie feststellen und wo sehen Sie Entwicklungsbedarf?

Systemkompetenz / Institutionskompetenz
Inwieweit ist sie in der Lage Organisationsformen kirchlicher und staatlicher Institutionen wahrzunehmen und zu reflektieren?
War in den Reflexionsgesprächen die zukünftige Rolle als Religionspädagogin ein Thema?

Sozialkompetenz
Wie haben Sie die Motivation und das Interesse der Praktikantin erlebt, sich auf das Praktikum und die Gegebenheiten vor Ort einzulassen?
Wie schätzen Sie die psychische und physische Belastbarkeit der Praktikantin ein?
Wie erleben Sie die Sorgfalt und Zuverlässigkeit der Praktikantin?
Wie schätzen Sie die Kommunikationsfähigkeit der Praktikantin gegenüber den Schülern /Schülerinnen und dem Kollegium ein?
Gab es Konfliktsituationen und wie wurden Sie bewältigt?

Spirituelle Kompetenz
Wie war die spirituelle Haltung der Praktikantin erkennbar - hat die Praktikantin einen Bezug zwischen Praktikumserfahrungen und ihrem Glauben wahrnehmen können?
War die spirituelle Dimension des Berufes (Glaubenszeugnis) in der gemeinsamen Reflexion ein Thema?

Gesamteindruck:
Wie ist die Praktikantin in der Lage, sich selbst mit Stärken und Begrenzungen und ihrem Lernbedarf wahrzunehmen? (Selbstreflexion)
Wie beurteilen Sie das gesamte Praktikum der Studentin / des Studenten?
Hinweise für das weitere Studium und die spätere Berufstätigkeit:

* Zur besseren Lesbarkeit verwenden wir hier die weibliche Form
01.12.2008

Quelle: Praktikumsverwaltung der KatHO Paderborn