Dienstag, 2. April 2013

Wieder zurück

Eine Woche habe ich mir Urlaub genommen. Es war nicht ganz so abgestimmt wie erhofft. Weil die letzten Jahre immer in der Karwoche frei war, oder man im Praktikum war, dachte ich, dass das 6. Semester in dieser Woche keine Vorlesung habe. Pustekuchen! Und so was nennt sich katholische Hochschule. In anderen Universitäten ist die Karwoche auf jeden Fall frei und man disputiert ernsthaft darüber, dass die Osteroktav doch auch frei gemacht werden dürfe.

Aber in Paderborn ticken die Uhren anders (bzw. seltsamer). Leider hatte ich den Urlaub schon gebucht und zwar so, dass eine Stornierung hieße, den ganzen Betrag zuzahlen. Bekanntermaßen sind Studenten arm und so musste ich den Urlaub einfach nutzen.
Einige würden ja sagen, dass es gar kein "richtiger" Urlaub sei. Denn Familie im Ausland zu besuchen gildet ja nicht.

Die Woche war schnell um. Und irgendwie frage ich mich auch: Was habe ich eigentlich gemacht. Ich war zwar in Breslau und Oppeln habe ich mir auch intensiver angeguckt. Aber ich wollte doch noch nach Auschwitz, Reichenstein etc. Stattdessen bleibt man bei der Familie hängen, erzählt sich was das Jahr so über passiert ist, welche Unterschiede es gibt, wie schwer doch beide Sprachen sind. Durch das Spielen mit meinem Cousin und meinen Cousinen lerne ich neue Wörter dazu. In der Kirche natürlich auch.

Mein Freund versteht allerdings immer nur Bahnhof, oder "so ein Quatsch". So was ähnliches wie "so ein Quatsch" haben die Leute in der Kirche wirklich gesagt: Bóg zapłać (gesprochen: Bug sapuatsch). Das sagt man nachdem die Predigt geendet hat. Wortwörtlich heißt es: Gott bezahlt. Sinngemäß würde man es so übersetzen: Vergelt's Gott.
Mein Freund schlug vor, es hier in Deutschland auch so einzurichten. Der Pastor predigt und danach sagen alle: So ein Quatsch.


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