Dienstag, 5. März 2013

Die "richtige" Zahnpflege

Von kindauf lernen wir über Zahnhygiene: 3x am Tag 3 Minuten lang die Zähne putzen in kreisenden Bewegungen. 2x im Jahr den Zahnarzt besuchen.
Dann greift man im Laufe seines Lebens von überall noch zahlreiche andere Weißheiten über das Zähneputzen auf: Zahnseide benutzen, Zunge reinigen, 1x pro Woche Elmexgel, keine Zahncreme, die die Zähne weiß macht, weil der Zahnschmelz dann flöten geht, lieber eine elektrische Zahnbürste benutzen usw.
Wer weiß, was es noch so alles an Zahnweiß-heiten gibt.

Zugegeben: Ich war ein ziemlicher Zahnarztmuffel, aber meine ganzen Zahnärzte waren auch immer sehr mürrisch im Umgang mit mir. "Sie haben ja schon wieder Zahnstein!!!" - Ja und? Ich esse doch gar keine Steine!
Also konnte man den Umzug nach Paderborn prima dazu nutzen, den Zahnarzt zu vergessen und erst einmal nicht hinzugehen. Es gab auch keine Mutter, die fragte, ob man dieses Jahr schon beim Zahnarzt war. Also alles total entspannt und easy.

Nach 3 Jahren Zahnarztabstinenz plagte mich dann doch das schlechte Gewissen. Ok, googeln wir doch mal Zahnärzte in Paderborn - Super eine Zahnarztpraxis in der Nähe gefunden.
Die Diagnose war dann nicht so super: Karies und Paradontose. Nach einem halben Jahr waren diese Probleme weg. Der Kontrollgang blieb aber nicht aus.

Eines Tages beim Zahnarztbesuch ging es um die Beratung einer neuen Zahnputztechnik mit der "Swing"-Zahnbürste. Diese Zahnbürste allein sieht schon ganz anders aus:


Die Zahnärztin erklärte mir den Unterschied: Stell dir vor du hast eine Reihe verschmutzer Schuhe nebeneinander in einer Reihe stehen. Da würdest du doch auch nicht mit einem Besen drüber gehen, sondern jeden Schuh mit einer kleineren Bürste säubern. Warum machen wir das nicht mit den Zähnen?!
Zahnpasta braucht diese Zahnbürste nicht. Zahnpasta macht die Zähne nicht sauber, sondern die Schrubbewegung. Bestenfalls macht die Zahnpasta einen guten Mundgeruch.
Schlecht bei der Zahnpasta sind die Fluoride. Für mehr Informationen empfehle ich folgendes Video.

Die "Swing"-Zahnbürste hat viele Vorteile: Sie hilft dabei Zahnstein zu vermeiden, weil man mit ihr viel besser am Zahnfleisch entlang bürsten kann, wo sich Zahnstein gerne ansammelt.
Schrubbdefekte (das ist, wenn man durch zu gutgemeintes Schrubben das Zahnfleisch wegschrubbt) werden vermieden.
Man muss sich nicht mehr im Bad die Zähne putzen, sondern kann es vor dem Fernseher oder sonst wo tun.
Man muss sich nur 1x am Tag die Zähne putzen.

Wichtig sind auch die Bürsten für die Zahnzwischenräume. Swing hat hier unterschiedliche Größen. Die Zahnärtzin wählt die passenden Größen für mich aus und gibt mir eine Abbildung mit, wo welche Bürstchengröße in meinen Zahnzwischenräumen passt.
Am Anfang ist alles noch sehr blutig. Klar die ganzen Bakterien hatte da mein lebenlang Zeit sich einzunisten. Jetzt bürste ich sie einmal am Tag alle raus. Das Zahnfleisch ist dann noch sehr mitgenommen von den Bakterien. Erst bei täglicher Anwendung wird es blutfrei und das Zahnfleisch bekommt eine schöne Farbe.

Übrigens: Bei dieser Zahnputzmethode darf man Naschen, klar. Die Zahnärztin empfiehlt aber die Naschration nur einmal pro Tag einzunehmen.

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