Sonntag, 3. März 2013

„Deine Sünden sind dir vergeben“

Blogger-Themen-Tage

#einfachsein

Tag 3: Geist und Seele

Die Geschichte ist aus der Bibel. Mt 9,1-8; Mk 2,1-12; Lk 5,17-26.
Da wird ein Gelähmter von vier Freunden zu Jesus getragen (dramatisch: sie tragen in über das Dach ins Haus, weil sie durch die Menschenmenge nicht durch kommen). Jesus heilt dann nicht nur seine Lähmung, sondern auch seine Sünden.

Ist nicht einfach ... nur was man sieht … will der Kranke überhaupt geheilt werden?


Da ist die Mutter eines Kindes, das behindert ist. Jemand sagt der Mutter: „Was Sie können, könnte ich nicht.“ Und dann ist dieser jemand erschrocken, weil die Mutter so ganz anders reagiert als erwartet. Warum freut sie sich nicht? Das sollte doch ein Kompliment sein. Und das Kind versteht das Problem sowieso nicht.

Da ist eine junge Frau im Rolli, der sagt ein Mann auf dem Katholikentag: „Der Herr hat etwas ganz Besonderes mit dir vor.“ Der Mann versteht nicht, dass die junge Frau ihn anbrüllt, er solle sich zum Teufel scheren.

Wer meint, die Geschichte von dem Gelähmten stünde in der Bibel, damit wir anderen unseren Willen aufzwingen können und dabei auch noch das gute Gefühl haben, alles richtig zu machen, handelt nicht im Sinne des Erfinders.
Die ganze Geschichte geht nicht in die Tiefe: sie fragt nicht nach dem Willen des Gelähmten und auch nicht nach der Motivation der Helfenden. Es geht hier allein um die Vollmacht von Jesus Christus, der der Sohn Gottes ist.

Gott handelt. Gott heilt.

Und wir ?
Wir können gucken, ob wir an Gott glauben und ob uns das wichtig ist und was das für unser Leben bedeutet. Es bedeutet auf keinen Fall, Behinderten zu helfen. *Alarm* Damit kein Mißverständnis aufkommt: aufmerksam, achtsam mit unseren Mitmenschen um zu gehen, ergibt sich von ganz alleine, wenn wir uns an Jesus orientieren. Daraus kann aber niemand schließen, dass er einem anderen seinen Willen aufzwingen darf.
So verstehe ich dieses Gleichnis: weil Jesus gesehen hat, dass da ein Mensch ist, den eigentlich nicht das bedrückt und handlungsunfähig macht, was seine Mitmenschen wahr nehmen, kann er diesem Menschen wirklich helfen. Und er kann es, weil er die Macht dazu hat.

*Ich bestehe darauf, dass wir keinem Behinderten helfen sollen*.
Das vornehmste Gebot unseres Glaubens lautet: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben und deinen Nächsten wie dich selbst.“

( Übrigens: für alle die, die es nicht gemerkt haben: Es heißt nicht: Behinderte. Politisch korrekt heißt es: Mensch mit Behinderung. Aber eigentlich heißt es : Mensch.)


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