Mittwoch, 30. Januar 2013

Zwischenstand

Gestern war die erste Prüfung à la 3 in 1. Quasi wie ein Shampoo ;-)
Es ging um eschatologische Elemente in Exegese, Dogmatik und im Kirchenjahr. Für die drei Fächer hatte ich drei Stunden Zeit.
Vor den Prüfungen haben die Dozenten immer jede Woche in ihrer Vorlesung betont, dass man 2 Aufgaben gestellt bekommt, sich aber nur für eine entscheiden muss. Es stand auch noch extra auf den Aufgabenzetteln.
Aber dann passiert während der Prüfung folgendes:
Man bekommt 3 Stapel Blätter mit den Aufgaben - die totale Überforderung: Womit fange ich an?
Ok, das, was ich am besten kann: Exegese.
Erste Aufgabenstellung durchgelesen (natürlich überlesen, dass man sich für nur eins entscheiden muss). Klingt passabel. Zweite Aufgabenstellung durchgelesen: Hey, davon kann ich ja auf Anhieb fast alles beantworten.
Und los geht's...
Nach 80 Minuten bekomme ich den Schrecken: Oh nein, ich muss ja noch die andere Aufgabe UND die beiden anderen Stapel bearbeiten!
Erst jetzt realisiere ich, dass ich doch nur eins bearbeiten muss. Ok - Entspannung - durchatmen. Erstmal eine Banane gönnen...
Nehmen wir doch jetzt: Dogmatik! Entweder Leib-Seele Problematik oder Höllenverständnis.
Ach nehmen wir doch die Hölle. Dazu gab es vier Fragen. Die dritte habe ich mit Tolkien beantwortet.
Bei der vierten habe ich nicht verstanden, worauf sie sich bezieht. Also habe ich mir einen Bezugspunkt ausgesucht.
Ok jetzt habe ich noch 30 Minuten zur Liturgie. Das liegt mir irgendwie nicht so. Ich feier zwar total gerne Gottesdienste und wenn der Dozent redet, dann erscheint alles so logisch... aber selber darüber wie ein "Liturgiker" darüber nachdenken fällt mir schwer. Was ist eigentlich deren Anliegen? Sinngehalt und Feiergestalt? Anamnese und Epiklese???

Heute kommt die letzte Prüfung: Ethik des Lebens - finde ich total spannend. Verbrauchende Embryonenforschung, Schwangerschaftsabbruch, Sterbehilfe...
Es wird eine Disputation sein. Für die Frage des Personenstatus habe ich mich für das Personsein aufgrund des sittlichen Subjektseins des Menschen entschieden.
Der Mensch ist der "Ort" der Moral. Er hat einen Zweck an sich selbst und das ist sich nicht selbst zu widersprechen. Dafür braucht er seine Leiblichkeit.
Er weiß sich vom kategorischen Imparativ getroffen und auch wenn der Embryo sich davon noch nicht getroffen weiß, gilt der Personenstatus auch für ihn, weil er das Potential hat ein Mensch zu werden. Er Identität mit einem adulten Menschen bestitzt und sich in einem kontinuierlichen Prozess befindet ein Mensch zu werden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen