Freitag, 31. August 2012

Mutigsein macht müde

2012-07-01-125.mp4 Watch on Posterous
Der letzte Sommertag endet mit Regen. Ich häng aber noch aus einem anderen Grund in den Seilen. Da hatten wir (wechselndes Wir) herumdiskutiert und Ideen ausgetauscht, verworfen, angeplant, umgeplant und dann alles so gemacht, wie ich es wollte. Und nun kann ich nicht sagen, ob es wirklich gut geworden ist. Denn das kann ich nie sagen. Wenn es um Menschen geht, ist alles immer in Bewegung. Nur Weihnachten und Ostern und wenige andere Feste bilden einen Pausepunkt auf unseren Lebenslinien. Die meisten Ereignisse dürfen nicht immer gleich sein. Wir entwickeln uns. Kulturfertigkeiten entwickeln sich.

Den Jugendlichen hab ich in der Firmvorbereitung gesagt, dass man früher einen Beruf hatte und nach der Ausbildung hatte man ausgelernt. Heute bildet man sich sein Leben lang weiter. So sei es in Sachen des Glaubens immer, sagte ich. Das endet nie. Den Jugendlichen ist unwohl. Sie wollen Erstkommunion und Schluß. Und sie wollen gefirmt werden und gut ist. Aber das Leben ist nie an einem Punkt gut. Es ist in Bewegung. Normal. Normal ist Bewegung, Entwicklung. Alles ist im Werden.

Es ist so anstrengend immer wieder gegen diese Erwartungen anzureden, gegen die Ängste der Gemeindemitglieder, die klare Antworten haben wollen auf Lebensfragen, die sie nicht stellen. Auch das Formulieren ihrer Lebensfragen muss ein pastoraler Mitarbeiter mitbedenken.

Ich bin so müde. "In Frieden leg ich mich nieder und schlafe ein ... ."

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen