Freitag, 3. August 2012

Ist das noch #katholischcontent ?

Wenn mir ein Freme vor die Füße spuckt, ist das keine Beleidigung. Aber das kann ich nur wissen, wenn ich den Wüstenplaneten gelesen oder eine der beiden Verfilmungen gesehen habe. Nur ein Beispiel.

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Aber was katholisch ist, ist allen bekannt. Katholisch ist wie blond und Spasti. Man weiß, was es ist und kann es als Synonym benutzen. Nur die Aufgeweckten haben bereits frühzeitig gemerkt, dass ein Mensch mit spastischer Behinderung studieren kann, dass blonde Menschen nicht geistig eingeschränkt sein müssen und dass Katholiken nicht verklemmt sein müssen. Alle anderen tröten verbissen durch die Gegend, weil einfache Weltbilder einfach bequemer zu sein scheinen.

Katholisch heißt allumfassend. Interessant, dass es Katholiken auf der ganzen Welt gibt. Interessant auch, dass Katholiken sich nicht eing sind, obwohl es ein Lehramt gibt. Es gibt Atheisten, die gern mit Katholiken im Austausch sind, weil sie deren Kompetenz schätzen. Das sind dann die Atheisten, denen klar ist, dass das Leben komplex ist und kein Mensch alles wissen kann. Nur vernetzt sind wir wer. Wer allein wer sein will, muss sich mit dem bißchen Scholle begnügen, die er selbst aus eigener Kraft beackern kann und das ist naturgemäß nicht viel. Warum also nicht vernetzen?

In den 70iger-Jahren des letzten Jahrhunderts entstand in Nordamerika, schwerpunktmäßig in Chicago, die Prozesstheologie. Eine Antwort auf die zunehmenden Gesprächsplattformen in und außerhalb unserer Kirche. Das Leben ist ein Prozess und Gott ist mittendrin. Das halte ich für katholisch. Aber das hält nicht jeder Katholisch für katholisch, was wiederum typisch katholisch ist.

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