Montag, 18. Juni 2012

Die vorlesungsfreie Zeit kommt bestimmt...

Eigentlich wollte ich schon viel früher schreiben... aber irgendwie kam immer etwas dazwischen und jetzt sind die Ereignisse schon eine Woche her und tausende Eindrücke dazwischen. Ich versuche trotzdem ein bisschen etwas von dem zu schildern.
Vor ein paar Wochen, Samstag, gab es ein Treffen zwischen den Priesteramtskandidaten von Essen und zwei Relipäds, die auch für Essen studieren (ich war auch dabei). Es fing schon gut an: Einige Priesteramtskandidaten war sehr aufmerksam und brachten mir immer das, was ich gerade brauchte: Tee, Kuchen, eine Gabel, einen Kugelschreiber ... jaa, auch einen Kugelschreiber (falls einer gerade denkt, Kugelschreiber passt doch gar nicht in die Reihe). Kugelschreiber passte nämlich auch gar nicht in den Tagesablauf, meiner Meinung nach. Der Regens vertrat nämlich die These, wer zusammen lernt, wächst auch zusammen, deswegen bekamen wir an einem schönen Samstagnachmittag eine total verschulte Aufgabe. Hat er denn noch nie von dem Satz gehört: Wer zusammen etwas erlebt/ Fußball spielt/ sich etwas erzählt/ was lustiges macht, wächst auch zusammen. Immerhin haben wir etwas Pastorales gemeinsam gelernt und waren auch der gleichen Meinung: Priester und Gemeindereferenten müssen an einem Strang ziehen. Der Tag klang mit einer Andacht und einem gemeinsamen Abendessen aus, bei welchen so einige Anekdötchen von sich gegeben wurden.
Danach kamen vorlesungsvolle Wochen, vor allem die Samstage bleiben nicht mehr verschont. Aber sie wurden nicht unnützig verbracht: Die, die nicht zuhörten verbesserten in irgendeinem Spiel ihren Highscore oder schrieben gerade an Dokumenten, die bald abgegeben werden sollen. Ganz spannend waren nebenbei auch die Aspekte Liturgischer Bildung: Wissen, Können und Glaubensvertiefung. Dazu müssen wir einen Text zusammenfassen und auf den Thesen dieses Textes eine liturgische Bildungseinheit detailiert konzipieren. Da bin ich mal auf meinen Bericht gespannt.
Weiterhin stehen so nach und nach unsere Themen für unsere Essays im interdisziplinären Kolloquium. Ich stelle mich hier der Frage inwieweit das Exultet eine Feier der Auferstehung ist. Dabei möchte ich besonders auf die Ostersymbolik zu sprechen kommen. Vor allem auf die Biene, denn die war mal als Ostersymbol total inn, ist aber irgendwie in die Jahre gekommen, so dass wir heute keinen Zugang mehr zur Biene haben. Ein Komilitone von mir, ein Imkersohn, will mir dabei beratend zur Seite stehen und gibt zu bedenken, dass es das Lob auf die Biene ja noch eingeschränkt gibt, aber die Kerzen nur noch zu 10% aus Bienenwachs bestehen.
Zum Schluss gibt es auch von mir eine Anekdote:
Ich fahre mit meinen Cousins und meiner Cousine Fahrrad. Mein 5-jähriger Cousin ist hinten und ich fahre aus Solidarität langsam neben ihm her. Irgendwann sagt er aus dem Nichts: "Meine Mama putz alles. Was machst du so?" - "Ähh... auf jeden Fall nicht putzen. Ja was mache ich denn so... meistens lese ich Bücher und wenn ich sie gelesen habe, dann muss ich darüber etwas schreiben oder darüber etwas erzählen. Was machst du denn so?" Voller Stolz antwortet er: "Ich, ich bin faul. Ich gucke Fernsehen." Da wünscht man sich die vorlesungsfreie Zeit herbei.

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