Dienstag, 20. März 2012

Religionsunterricht...

In diesem Praktikum muss ich eine ganze Unterrichtsreihe unterrichten. Damit tue ich mich noch ziemlich schwer. Ich finde nicht die passenden Sätze für die Erstklässler. Ständig auf Ruhe zu achten verunsichert mich in meinem Vorhaben. Ich sehe die Zeit rennen, den Unterrichtsstoff als riesen großen Berg und höre die laute Klasse. Mit Störungen in der Art, wenn einer den anderen laut verpetzt kann ich noch gar nicht hantieren. Je unsicherer ich werde, desto mehr klammere ich mich an mein Konzept, anstatt dem zuzuhören, was die Kinder wirklich sagen. Dass sie eine ziemlich ausgeprägte Vorstellung von Tod und Auferstehung haben, habe ich nämlich nicht mitbekommen.

Deswegen die Unterrichtsstunde heute: Ich habe mich auf mein gefaltetes Konzept gesetzt und die Kinder erzählen lassen. Es klappte auch gut. Die Mentorin sprang manchmal ein, wenn sie meinte, dass die Kinder jetzt auf einer ganz falschen Fährte sind. Dann kam ein guter Satz einer Schülerin. Bevor sie ihn beenden konnte, sprang eine andere Schülerin, kam zu mir und fragte, ob sie sich die Nase putzen kann. Na toll. Jetzt habe ich den Satz nicht mitbekommen. Souverän zu reagieren fällt mir hier noch schwer.
Die beste Aussage des RU eines Schülers heute: "Wir haben zwei Leben."
Und auch der muslimische Junge hat mich sehr beeindruckt, der mehr über Jesu Tod und Auferstehung wusste, als die ganze Klasse zusammen.

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