Dienstag, 20. März 2012

Gut, dass ich da war...

Heute war ein sehr kurioser Tag...
Es fing schon damit an, dass die Religionsstunde besser geklappt hat, als ich es jemals erwartet hätte. Mein Konzept hat mir mit allen Eventualitäten, die eintreten könnten, gesagt, dass die Stunde mindestens 50 Minuten dauern wird. Aber es war eine Punktlandung.
In der Pause wollte ich nur schnell meine Materialien schon mal im Auto verstauen... und dann wollte ich schnell ins Lehrerzimmer, weil ich doch noch unbedingt, zwei Lehrerinnen fragen wollte, ob ich morgen bei ihnen hospitieren kann... aber ein weinendes Kind fällt mir quasi in die Arme. Ein unschlichtbarer Streit. Was macht man da eigentlich, wenn die vorpubertierenden Mädels sich die ganze Zeit ankeifen und Dinge, die passiert sind vor meinen Augen noch mal live nachspielen (natürlich immer in der Rolle des anderen)?
Deswegen habe ich es leider nicht mehr geschafft den morgigen Vormittag vorzubereiten... (das kann ja morgen heiter werden)
Am Nachmittag habe ich mich mit einer Seniorengruppe verabredet, aber der Treffpunkt hat sich geändert, so dass ich nicht daran teilnehmen konnte. Mein Terminkalender hat für solche Fälle aber immer Plan B: Kirchenführung mit den Kommunionkindern. Ich treffe 2 Minuten vorher ein. Zu Beginn fällt mir auf, dass ein Junge abseits steht. Zufällig sitze ich in der Kirche neben ihm. Er beklagt sich, dass er das alles schon kennt und nach Hause will. Ich kann ihn unmöglich nach Hause schicken, wo ich doch gerade eben noch seine Mutter hab sagen hören: "Ich hole dich in einer Stunde wieder ab." Und seit dem sind schon 5 Minuten vergangen. Als er anfängt zu weinen (heute muss übrigens der Tag der weinenden Kinder sein, oder es liegt daran, dass ich zu viel Zeit auf dem Schulhof verbracht habe), gehe ich mit ihm nach draußen. Nach langem hin und her finde ich heraus, dass er nur drei Straßen weiter wohnt und bringe ihn nach Hause. (Später habe ich die Mutter getroffen, die dafür sehr dankbar war und erklärt hat, sie habe die Termine verwechselt)
Am Abend ist das Ewige Gebet in der Cyriakuskirche. Leider habe ich das Vorbereitungstreffen verpasst. Ich bin aber außnahmsweisen pünktlich da und versuche mich helfend einzubringen (dabei schalte ich ausversehen die Glocken an). In der Kirche fällt mir eine Frau auf, die ganz unbeschwert singt. In einer katholischen Kirche! Ohne, dass eine Veranstaltung ist! Sie kommt auf mich zu und fragt mich, was hier gleich stattfindet. Wir kommen ins Gespräch. Dabei kann ich mein ganzes theologisches Wissen aus dem Studium perfekt einfließen lassen (es hat sich doch gelohnt!). Kurz bevor das Ewige Gebet beginnt tauschen wir Bücher aus: Ich gebe ihr mein Te Deum gegen "Zeitzeichen". Leider geht danach alles ganz schnell, so dass wir keine Kontaktdaten austauschen konnten: Weil die Kirchenmusikerin noch nicht da ist, soll ich Klavier spielen. (Mal wieder so ein herrlicher Zufall, dass ich da bin) Sie ist dann später doch noch erschienen ;-)

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